
Dortmund: Weniger Geld für neue E-Busse der DSW21
30 E-Busse fahren schon durch Dortmund. Kürzungen bei der Bundesförderung setzen die weiteren Pläne der DSW21 unter Druck. Welche Folgen das für die nächsten Jahre hat.
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Dortmund: Förderung setzt DSW21 unter Druck
In Dortmund könnte der weitere Ausbau der E-Bus-Flotte teurer werden. Hintergrund sind geplante Kürzungen bei der Bundesförderung für Busse mit alternativen Antrieben. Im Haushaltsentwurf für 2027 soll deutlich weniger Geld vorgesehen sein als bisher geplant. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen spricht von einer Kürzung von 403 Millionen auf 130 Millionen Euro im Klima- und Transformationsfonds. Das Bundesverkehrsministerium hatte im Mai einen neuen Förderaufruf für batterieelektrische Busse gestartet.
Dortmund plant weitere E-Busse bis 2030
In Dortmund sind aktuell 30 E-Busse im Einsatz. Die Fahrzeuge fahren seit 2023 im Linienbetrieb. Für 2027 sind weitere sieben E-Busse bereits bestellt. Außerdem bereitet DSW21 eine Ausschreibung für 40 zusätzliche E-Busse vor, die in den Jahren 2028 bis 2030 kommen könnten. Sollte die Förderung sinken, müsste diese Planung nach Angaben des Unternehmens überprüft werden und könnte kleiner ausfallen. Ein elektrischer Gelenkbus kostet demnach rund 800.000 Euro, ein vergleichbarer Dieselbus etwa 400.000 Euro.
DSW21 will nach den vorliegenden Angaben möglichst vermeiden, weitere Dieselbusse anzuschaffen. Hintergrund ist, dass ausgemusterte Fahrzeuge regelmäßig ersetzt werden müssen und ein neu gekaufter Dieselbus dann wieder viele Jahre im Linienverkehr eingesetzt würde. Nach den Angaben werden in Dortmund jedes Jahr rund zwölf Dieselbusse nach etwa anderthalb Millionen Kilometern aus dem Betrieb genommen. Wenn die Förderung für E-Busse deutlich sinkt, könnten aus Kostengründen aber wieder einzelne Dieselbusse nötig werden.
Dortmund: Kritik aus Branche und Klimabündnis
Die Verkehrsverbünde und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen kritisieren die geplanten Kürzungen, weil sie den Umstieg auf emissionsfreie Busse bremsen könnten. Der Verband verweist darauf, dass nicht nur Fahrzeuge beschafft werden müssen, sondern auch Ladeinfrastruktur, Werkstätten, Betriebshöfe und Netzanschlüsse. Gleichzeitig gelten über die Clean Vehicles Directive Vorgaben für die Beschaffung sauberer Fahrzeuge, die seit 2021 in deutsches Recht umgesetzt sind.